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Schon Goethe wusste, dass Sammler glückliche Menschen sind.
Auch er sammelte aus Neugier, zu seiner Bildung und vor allem zu seinem Vergnügen.
Die Sammelleidenschaft kennt keine Grenzen.
Seien es Gemälde, Briefmarken, Münzen, Bierdeckel usw. usw.
Mit großen Stolz führten die Kinder in den 50er Jahren, allen die es sehen wollten oder auch nicht, ihre Kollektion
bunter Tonmurmeln vor.
Glanz kam in die Augen, wenn das beste Stück – eine Glasmurmel mit einem eingeschmolzenen „silbernen“ Hahn -
aus dem kleinen Lederbeutel rollte.
Das Sammeln muss wohl in den DNA der Menschheit festgeschrieben sein. Bei dem einen mehr bei dem anderen weniger.
Schwierig gestaltet dies sich für den Personenkreis, der sich dem Sammeln von Geld verschrieben hat. Den Wunsch haben
sicherlich viele, aber wer hat schon einen Sparstrumpf ausreichender Größe.
Also wurden und werden Münzen und Medaillen, die kein offizielles Zahlungsmittel waren und sind, gesammelt.
Z.B. sammelten die römischen Kaiser Münzen griechischer Prägung.
Über diesen und anderen Wegen entwickelte sich der Gedanke zur Herausgabe von Notgeld in all seinen verschiedenen
Farben und Formen. Für die einen zum Sammeln und für andere zum Spielen.
In den Jahren 1914 bis 1924 wurde die Herausgabe von Notgeld in Deutschland eine regelrechte Mode.
Dieses Notgeld wurde mit solch einer Hingabe entworfen und erstellt, dass einige Ausgaben als kleine Kunstwerke
bezeichnet werden können.
Für Frose / Anhalt gestaltete der damalige Lehrer Willy Dockhorn das Notgeld.
Eine Vielzahl von Notgeldentwürfen lehnten sich in ihrem Aussehen an die gültigen Zahlungsmittel an. Dies war aber
nicht die Auffassung des Lehrer Dockhorn. Er ging eigene Wege bei der Gestaltung dieses Geldes. Seine Art kam bei
den Sammlern an, so dass eine Reihe weiterer Orte, ihn beauftragte, für ihr Notgeld die Entwürfen auszufertigen.
Bemerkenswert ist unter anderem der Notgeldsatz Gatersleben. Er beinhaltete die gesamte Geschichte von „Max & Moritz“.
(Leider liegt ein derartiger Satz für eine Veröffentlichung in diesem Rahmen nicht vor.)